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Wer kennt das nicht? Man ist eigentlich ganz fit im Kopf, ist aber in Gedanken gerade irgendwo anders, und schon hat man irgendeine totale Eselei
begangen. Alle lachen sich scheckig, man selbst ist der Verpeiler vom Dienst, und dem Ruf eines völligen Idioten ist man wiedermal ein gehöriges Stück näher gekommen.
Da ist es doch beruhigend, zu wissen, dass es anderen oft nicht viel besser geht. Also, ein paar Anekdoten zur Aufmunterung gefällig? Nix leichter
als das!
Da wäre zum Beispiel mein Ausflug am frühen Morgen zur Biotonne. Ich hatte nach dem Duschen die Idee, dass ich mir lecker einen Apfel gönnen
könnte. Appelpietschen und den restlichen Biobeutelinhalt wollte ich dann schnell entsorgen gehen. Draussen vor’m Haus folgte dann ein begeisterter Empfang durch meinen fröhlichst grinsenden Nachbarn mit drei bis
vier Sätzen Smalltalk. Ich wunderte mich beim Betreten meiner Bude noch ein bisschen, warum der so lustig drauf war, bis ich merkte, dass ich immernoch nur mein Badetuch anhatte.
Dann war da noch die junge Dame, die ihre an der Wand hängende neue Blumenampel im Büro gießen wollte. In der Ausführung schon nahezu perfekt, war
sie in der Vorbereitung doch irgendwie schlampig: Übertopf vergessen! Während sie also fröhlich vor sich hingießt, lacht sich der Kollege, der in der Tür steht, fast scheckig, denn das ganze Wasser läuft die Wand
runter und in ihre eigenen Schuhe. Gratulation!
Oder wie war das, als mein Telefon klingelte, ich im Eifer des Gefechts beherzt auf den Tisch griff, die Taste drückte, ein “Hallo?” abliess und
mich dann fragte, warum plötzlich mein Fernseher angegangen war? Richtig, Telefonieren mit der Fernbedienung ist eine noch nicht ganz ausgereifte Technik, der die Forschung dringend mehr Beachtung schenken sollte...
Gut angekommen ist sicher auch der junge Mann, der nachts spät nach Hause kam, sich im Dunkeln im Bad seinen Pyjama an die Figur schmiss,
anschließend ins Bett fiel und morgens von seiner völlig aufgelösten Mutter geweckt wurde: statt der Schlafanzughose hatte er sich Vattern’s gute Sonntagshose an den Hintern gezogen.
Sicherlich nicht ganz so begeistert war wohl auch derjenige, der vor dem Baden mal eben seine frische Wäsche wie gewohnt auf den Klodeckel
schmeissen wollte – und nicht gesehen hatte, das heute die Toilette ausnahmsweise nicht zugeklappt war.
Unglücklich ist auch, wenn man versucht, sich selbst auf dem Toilettendeckel niederzulassen, diesen aber verfehlt und anschließend jemanden zur
Hilfe rufen muss, weil man mit dem Hintern in der Nische zwischen Klo und Badewanne festklemmt.
Aber richtig viel Aktion gibt’s beim Kochen. Wer vor lauter Hunger nicht hinsieht, wenn er nach vollbrachter Arbeit am Herd die Kochplatte
ausdrehen will, erlebt nur zwanzig Minuten später mitunter sein blaues Wunder. Und zwar in Form von in der Pfanne brutzelndem Plastik, wenn der Deckelgriff nach innen getropft ist. Wäre clever gewesen, nachzusehen,
ob ich die Platte wirklich ab- oder statt dessen vielleicht volle Pulle aufgedreht habe! Meine Pfanne hat’s übrigens nicht überlebt...
Und wer hat schon mal versucht, Spiegeleier in der Mikrowelle zuzubereiten? Immer dran denken, vorher das Eigelb zu zerstechen! Ansonsten kann das
so enden wie bei dem Glücklichen, der das fertige Ei aus der Mikrowelle holte, einmal dranpiekte und anschließend die halbe Küche wischen musste: mit einem explodierendem Eigelb ist nicht zu spaßen!
Auch sehr schön ist es, am Sonntagabend im Sessel einzupennen, aufzuwachen, und die große Panik zu kriegen: Scheisse, schon neun Uhr, ich habe
verpennt!!! Schnell geduscht, ab in die Büroklamotten, die Treppen runter, rein ins Auto – und sich wundern, warum in der Kneipe im Nachbarhaus so viel los ist am Montagmorgen: Pech gehabt, es war immernoch Sonntag,
21 Uhr irgendwas...
Last but not least wären da noch die herrlichen Versprecher, die sich ergeben können, wenn man in Gedanken schon drei Sätze weiter ist als der
eigene Mund. Da können dann so schöne Sachen bei rauskommen wie “Du bist mein Brels in der Fahndung”, “Passt mit den Chips auf, ich hab’ den Teppich frisch gemäht” oder auch mal “Mir tut mein Weh zeh”. Oder aber,
man versucht in Imitation von Homer Simpson den klassischen Schlag mit der flachen Hand ins eigene Gesicht und ruft dabei statt “Nein!!!” lauthals “Jaaa!” Der Hammerspruch am Telefon war, als mir eine Frau erzähle:
“Frau Groß, mein Sohn hat Hodenkrebs! Passen Sie bloß auf, dass Sie das nicht kriegen!”
Erst kürzlich habe ich denn noch den schönen Begriff des “Sachlacks” geprägt, eine Kreation, auf die ich besonders stolz bin...
Also, egal, was Ihr auch mal wieder Bescheuertes verzapft habt, denkt dran, dass andere Leute mindestens genau solche Hohlfrüchte sind wie Ihr!
Deshalb: “Immer schön blocker leiben!”
Euer Verpeiler vom Dienst...
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