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Ich bin schockiert.
DAS hätte ich ja nun echt nicht erwartet!
Ich meine, dass man, wenn man bei Mekkes den Gemüseburger bestellt hat, immer grundsätzlich 10 bis 15 Minuten drauf warten musste, und
alle Begleitpersonen mit carnivoren Gelüsten ihr Essen schon längst intus hatten, bis unsereins dann was zu Futtern bekommen hat, das hab ich ja noch hingenommen.
Aber dass die Dame am Drive-In-Schalter mich mit Kulleraugen anguckt und sagt „Den haben wir gar nicht mehr im Programm!“, das macht
mich nun doch leicht fertig.
Ich meine, okay, dass ich als Vegetarier kein FastFood, sondern eher SlowFood bekam, das war ja noch halbwegs akzeptabel, zumal es nix
Ekligeres gibt als einen pappig gewordenen GemüseMäc, so all hail to frisch geschmiedeten Erbsenfrikadellen. Aber dass ich nun, da es im Umkreis von 50 km keinen BurgerKing gibt, komplett auf bullettig-remouladige
Sündenfälle verzichten muss, und dann dreisterweise, wo ich quasi nach Brennmaterial giere, erzählt bekomme, dass man statt dessen jetzt den herrlichen griechischen Salat im Angebot hat, der ja kalorienärmer ist,
und dass man dazu auch soundsoviel verschiedene Dressings bekommt („Und stellen Sie sich vor, die sind auch alle fettreduziert!“), zum Sparpreis von 3,90 € oder so...
Aus Verzweiflung, und weil ich nicht drei Apfeltaschen zur Pommes bestellen wollte, hab ich diesen griechischen Salat dann genommen.
Ich will’s mal so sagen: zwei Peperoni, 5 Oliven, drei Strunken Salat, ein paar einsame Blättchen, zwei hauchdünne Möhrenscheiben, eine
Handvoll Fetabröckelchen und das war’s. Und das Dressing (Ich hab mich für Joghurt entschieden, weil das das Einzige war, was ich beim Aufzählen verstanden hab) ist eine komische dünne Plörre, die das Ganze fast zur
Suppe macht, aber hey, dafür ist es eine fettarme Suppe...
Ich weiss nicht, wann man bei Mekkes beschlossen hat, dass man jetzt hippe Schlankrezepturen braucht. Vermutlich direkt nach “Supersize
Me”. Ich bin ja eher der Meinung, wenn man einen Salat essen will, macht man den selber an. Wenn man dazu keinen Bock hat geht man zum Pizza-/Pita-/Dönerdealer seines Vertrauens und bestellt da einen, denn der ist
garantiert knackfrisch und üppig. Und wenn ich ausser besagter Apfeltasche und Pommes nix Warmes mehr bei McDoof bestellen kann als Veggie, dann stelle ich meine gelegentlichen Besuche dort künftig ein (Die meisten
Antifleischler betrachten einen ja eh als Verräter, wenn man bei McMurder diniert) und halte mich an die Frittenschmieden in der Innenstadt.
Da wartet man vielleicht dann sogar auf seine Pommes, aber dafür sind die dann auch nicht so akut versalzen oder komplett salzfrei wie
bei den Jungs und Mädels unterm güldenen Bogen je nach Gemütslage üblich.
Ansonsten plädiere ich für das Lokal, in dem man nach wie vor Zwiebelringe, Chilis mit Käsefüllung und den sagenhaften Countryburger
erwerben kann. DAS nenn ich kohlrabiapostelfreundlich!
BurgerKing for Höxter, NOW.
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