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09.04.2006

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Extreme Haarentferning

Huahhh, wenn es eins gibt, worüber ich mir absolut sicher bin, dann das: Haare gehören bei mir wirklich nur auf den Kopf und nirgendwo anders hin. Ist das ekelhaft, wenn sich alles wild unter den Achseln herkräuselt, oder die Beine hochwuchert, oder aus dem Slip kriecht... Bäh! Nicht mit mir! Nun ist es aber leider so, dass ich genetisch einiges mit dem durchschnittlichen Gorilla gemeinsam habe, was die Körperbehaarung angeht (Okay, blonde Gorillas sind eher selten, aber trotzdem...). Sprich: wenn ich da nix gegen tue, habe ich einen flächendeckenden Pelz.

Die Folge: unzählige wilde Turnereien in der Badewanne, um wirklich beide Beine makellos glattrasiert zu bekommen. Was selbstredend auch in 128 Zügen einfach nicht klappen will, was dafür aber regelmäßig zu einem spektakulären Blutbad führt. Dazu kommt noch bei jedem Duschen die Stoppelfeldbeseitigung unter den Armen und im Schritt. Da wird man ja auf Dauer bekloppt bei!  (Jaja, aber selber die Kerle annörgeln, dass Dreitagebärte kratzen, wie? - Klar, denn bei den Männern dauert das Rasieren ungefähr fünf Minuten; bei mir sind's fünf Stunden!)

Um diese Missstände endlich zu beseitigen, habe ich also den folgenschweren Entschluss gefasst, mir einen Epilierer zuzulegen. Ja, ich gestehe, ich hab's getan. Ich schäme mich auch ein bisschen dafür, denn das ist ja nun wirklich das Unemanzipierteste, was man als Mädel machen kann. Schlimmer ist, glaub ich, nur noch'n Wonderbra.

Also, kaum wieder da vom Fachhandel, geht's ab ins Bad und schon wird munter drauflosgemetzelt. Und was ist das für ein Spaß! Hast du schonmal aus lauter Langeweile angefangen, dir die Härchen vom Arm einzeln mit den Fingernägeln auszuzupfen? Das war früher ein beliebter Zeitvertreib in den Schulstunden, in denen man für die ganze Faxenmacherei schon in die erste Reihe umziehen musste und sonst nix mehr machen konnte, was vom Unterricht ablenkt. Richtig angenehm war das eigentlich schon damals nicht. Und jetzt stell dir mal vor, wie das ist, wenn du dir mit Schmackes und mit soundsoviel Umdrehungen pro Minute ganze Urwälder von Bewuchs wegrupfst. Ja, genau, Pflasterabreissen ist ein Scheissdreck dagegen!

Damit nicht genug, hatte ich ja noch die tolle Idee, dass das ja nicht nur auf die Beine beschränkt werden muss, also runter mit dem Höschen und weiter im Text. Nudge meinte hinterher anmerken zu müssen, dass er keine Ahnung hatte, was ich alles für Schimpfwörter kenne, dass ihm die aber notfalls die ganze Nachbarschaft noch mal bestätigen könne, so hätte ich geflucht. Und wofür? Was in der Gebrauchsanleitung dieses Folterinstrumentes als Bikinizone bezeichnet wird, sieht bei mir plötzlich aus wie das Bikiniatoll: lauter Krater, wo einzelne Härchen weggerissen wurden und gleich noch ein paar Quadratmillimeter Haut mitgenommen haben. Dafür stehen hier und da noch ein paar traurige Überlebende in kleinen, tapferen Formationen zusammen und warten auf den nächsten Anschlag.

Kleiner Trost: wenn der Schmerz nachgelassen hat, kann man übrigens fast wieder normal laufen! Ab nächste Woche wird da wieder rasiert...

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