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09.04.2006

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Heartache
and how we can fight it

Ich bin im Rahmengeschäft! Wenn Ihr Mall Rats gesehen habt, wisst Ihr, worüber ich spreche. Falls Ihr zu den zwei Usern gehört, die diese Site aufsuchen und den Film nicht kennen, so sei Euch offenbart, oh Ihr Unwissenden: meine Holde hat mit mir Schluss gemacht. An und für sich kein lustiges Thema, aber ich versuche, das Beste draus zu machen.

Es war die alte “Ich habe letztes Wochenende meinen Ex getroffen und der wollte die letzten zwei Jahre mit mir nicht so einfach wegschmeißen und ich hab Dich trotzdem lieb und jalla, jalla, jalla...” Naja, Scheisse passiert, und wenn ich siebzehn wäre, würd ich wahrscheinlich heulend inner Ecke sitzen, aber der erste-vierzehn-Tage-Kick war gerade abgeflaut und es war noch nicht die Welt gelaufen. Aus dem Grunde trifft mich das Ganze doch nicht ganz so hart. Obwohl sie echt ‘ne Niedliche ist.

Einige meiner Geschlechts- und Leidensgenossen haben für solcherlei Fälle eine in vier Schritte unterteilte Bewältigungsstrategie entwickelt, die ich nachfolgend etwas näher erläutern möchte. Das Erste, was behauptet wird - DAS ALLERWICHTIGSTE - ist, dass man selbst Schluss gemacht hat: “Yeah, Alter. Die habe ich eiskalt abserviert, man. Wurde auch langsam Zeit. Hatte ich sowieso keinen Bock mehr drauf. Außerdem hat sie sich die Achseln nicht rasiert und Mundgeruch.” Das erzählt man so ‘nem guten Dutzend Kumpels und ‘ne Stunde später weiss das die halbe Stadt (aber Kerls tratschen nicht. Das sind Thekendiskussionen).

Das Gemeine am männlichen Körper ist, dass er Unmengen an Testosteron produziert, wenn er sich in einer Beziehung befindet. In binsenweiser Voraussicht, dass er das schon wieder mittels Kohabitation (medizinisch für Poppen) abbauen kann. Da diese Gelegenheit nun wegfällt, ist Schritt zwei folglich die logische Konsequenz, ja sogar evolutionär vorgegeben! Er lautet: Alkohol und One-Night-Stands! Letzteres ist wahlweise je nach körperlicher Kondition und Aussehen durch Schlägerei zu ersetzen. Das ist so ‘nem maskulinen Körper ziemlich egal, weil das in etwa das Gleiche für seine Hormone bedeutet.

Irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem sich die Ratio wieder meldet. Meistens dann, wenn man entweder ‘nen Tripper oder dicke Augen hat (in seltenen Fällen beides). Der Herrgott gab uns allerdings das Penicillin und/oder die Eiselemente, so dass sich Kolateralschäden dieser Art ziemlich schnell in den Griff kriegen lassen. Außerdem hat unsere sterbliche Hülle ‘nen Moment Zeit dazu, Verstand und Hormone wieder auf Normallevel runterzufahren. Diese besinnliche Phase ist dann der dritte Schritt. Ruhe und Entspannung halten Einzug ins Leben. Man hat wieder Zeit für die Jungs, kann sich am Wochenende ohne schlechtes Gewissen so richtig zukippen, in Extremfällen sogar in Feinrippgarnitur vor dem Fernseher Bier trinken.

Diese Lebensweise gibt einem spätestens am nächsten Check Up beim Hausarzt zu denken, wenn der einem die Leberwerte mitteilt. Es ist Zeit für eine erneute Suche nach einer Lebensabschnittsgefährtin. Regelmäßige Körperpflege wird wieder zum Thema. Klamotten werden nicht nur einfach gelüftet, sondern gewaschen. Und regelmäßig gewechselt! Man könnte meinen: die Metamorphose in ein ladykillendes urbanes Raubtier ist im vollen Gang!

Und irgendwann kommt dann SIE vorbei. Sie ist echt niedlich, steht auf einen und behält die Nerven, wenn sie in der Fußgängerzone in ‘nem Schaufenster bei H&M die Auslage sieht.

Und wie es dann weitergeht, erfahrt Ihr bei der nächsten Maus...

 

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