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09.04.2006

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Der Schorsch

Der Schorsch ist einfach ein ganz super Typ vom Lande, der immer die Nummer Eins sein will. Wewr jetzt an einen rodelnden Zeitsoldaten denkt, liegt der Beschreibung nach zwar nicht schlecht, aber eigentlich dann doch total daneben (es lebe die Sinnfreiheit!). Ich spreche vom Schorsch Bush. Dem Präsidenten der USA. Dem zweiten Präsidenten der USA, der so heißt. Das sind nämlich Papa und Sohn. 

Der Papa hat damals in den Neunzigern mal so richtig Theater mit dem hinterhältigstem Schnurrbartträger seiner Zeit gehabt: Dem Saddam vom Golf (sind alle größenwahnsinnigen Despoten Schnurrbartträger? Oder noch schlimmer: Umgekehrt!?! Allgemeine Verkehrskontrolle...) 

Eines schönen Tages wachte der kleine Schorsch auf und dachte sich: „Mein Papa freut sich bestimmt, wenn ich in seine Fußstapfen trete.“ An diesem schicksalhaften Morgen beschloß er, in die amerikanischen Republikaner- Jusos (müssten die glaub ich heißen) einzutreten, um Präsident zu werden. 

Als erstes ließ er sich zum Gouiverneur von Texas wählen, um dort sein bretthartes politisches Programm ohne Gnade durchzuziehen, was einem Großteil der dortigen Bevölkerung allerdings offensichtlich entging. Und so kam es, dass die Stromrechnung des Staates Texas sich um einige Male vervielfältigte während der Amtszeit vom kleinen Schorsch. 

Nach einigen hitzigen Debatten mit den eingeborenen Stromlieferanten dachte sich der kleine Schorsch: „Na gut, wenn die mich hier nicht mehr haben wollen, kandidier` ich halt als Präsident. So wie der Papa.“ Und das klappte dann auch, weil die Wahlhelfer beim Stimmen auszählen noch mal beide Augen zugedrückt haben. 

Und weil sein Papa mal so richtig Theater mit dem Saddam vom Golf hatte, dachte sich der kleine Schorsch: „Wenn der Papa den Saddam vom Golf, mit dem der mal so richtig Theater hatte, in die Steinzeit zurückgebombt hat, dann kann ich das auch. Aber viel, viel besser.“ 

Ob der kleine Schorsch wohl seine Mama lieb hat? Ich meine nicht so, wie man seine Mama normal lieb hat, sondern eben anders lieb. Mehr so: „Oh yeah, Baby, das können wir die ganze Nacht über so weitermachen“- lieb. Das ist fast so, als hätte man `ne ziemlich krude Mixtur aus Hoss, Rambo und Ödipus gezüchtet, um die uns bekannte Zivilisation ins Elend zu stürzen. Ungefähr jetzt sollte jeder normal denkende Mensch sich genug Alkvorräte anlegen und die Zeit bis zum Ende (der Welt/ Schorschs Amtsperiode) in einem handelsüblichen Partykeller verbarrikadieren. Der mächtigste Mann der Welt (politisch gesehen) ist ein Landei mit ungelöstem Vaterkonflikt und einer daraus resultierenden Latte (quantitativ gesehen) an Minderwertigkeitskomplexen, die eines Psychiatrieinsassen würdig sind. Und der Mann ist Republikaner. Es werden noch Wetten angenommen, ab wann rothaarige Kifferinnen in den USA auf den Scheiterhaufen gestellt werden.  

Ich tippe auf nächsten Dienstag.

 

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