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Naja, hab lange nix von mir hören/lesen lassen. Zumindest
nix neues. Das mag daran liegen, dass der große Bruder im Himmel der Ansicht war, er könne noch einen guten Logistiker gebrauchen und meinem Onkel Lungenkrebs bescherte. So weit ich konnte, habe ich ihn auf seinem
Weg begleitet und war auch in dem Moment dabei, als er aus dem Leben wie wir es kennen verschied.
Zwar habe ich auch einiges geschrieben in dieser
Zeit, das sind jedoch alles ziemlich persönliche Sachen, von denen ich ursprünglich gar nichts auf dieser Site veröffentlichen wollte. Ich habe mich allerdings dazu durchgerungen, zumindest ein Gedicht aus einer
relativ frischen Phase der Trauer doch der Allgemeinheit (Hey! Damit seid Ihr gemeint!) preiszugeben. Schließlich gehört auch so `ne Scheiße zum großen Film, in denen wir alle die Hauptrolle spielen. Falls Ihr Euch
in einer ähnlichen Situation befindet, schreibt darüber, sprecht darüber, aber bleibt mit der Trauer nicht in Euren Köpfen allein. Vielleicht könnt Ihr ja sogar mit den nächsten paar Zeilen schon ein bisschen was
anfangen.
Bewusst leben
Fall auf die Fresse, steh wieder auf!
Das einzige, was Dir dabei helfen wird, ist ein Tritt in die Rippen. So ist das Leben. Es geht weiter. Es besitzt nicht den Anstand,
Anzuhalten, Um Dich Atem schöpfen zu lassen.
Wenn Du es dann doch geschafft Und Dich wieder aufgerappelt hast, Tritt Dir die Vergangenheit in die Kniekehlen. Oder die Zukunft schlägt Dir die Zähne ein. Das Leben geht weiter. Tage Monate
Jahrelang. Wann kommt der Tag, an dem Dir die Kraft zum aufstehen fehlt?
in memorandum
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