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New Orleans unter Wasser Oder: Stadtreinigung auf amerikanisch
Ozeane steigen, Städte versinken,
Hoffnung überlebt. So oder ähnlich pathetisch könnten die Schlagzeilen zu diesem genaugenommen selbstverschuldeten Ereignis lauten. Doch ich möchte hier nicht mahnend den Finger oder besser „grünen Daumen“
erheben, denn wer konnte denn ahnen, dass der enorme Ausstoß von Treibhausgasen, die Rodung von ganzen Wäldern, das begradigen von Flüssen und zu einem gewissen Teil auch die nicht geringe Wasserverschmutzung zu
klimatischen Veränderungen diesen Ausmaßes führen würden ?
Ja, wer hätte das wissen können ? Sie ? Ich ? Die Amerikaner vielleicht ? Aber nein ! ...Eher friert die Hölle zu...
Nein meine Aufgabe soll es hier und heute sein die politischen Hintergründe zum Hilfegesuch der Amerikaner, ja des Präsidenten George W. Bush, einem Mann der ohne Berater nicht einmal eine Brezel essen kann, näher
ins Auge zu fassen.
Nun also: Auf nach New Orleans ! Nach einigen Dammbrüchen stand und steht die Küstenmetropole New Orleans nun also unter Wasser. „Katastrophal !“ werden sie nun sagen, „Nicht weiter
wild...“ scheint das US-Parlament zu antworten.
Nicht wild genug um umgehend Hilf- und Rettungsaktionen zu starten, warum auch ? Zwei Drittel der Bewohner von New Orleans sind, oder besser, waren Schwarze. Im großen und ganzen geht es also um die Rettung
von Menschenleben, etwas das den USA noch nie sehr am Herzen lag. Wie ? Glauben sie nicht ? Beispiel gefällig ? 1994 bahnte sich in Ruanda, Afrika, ein „Bürgerkrieg“ wie die Presse es nannte an,
genau genommen handelte es sich bei diesem sogenannten Bürgerkrieg um die größte Menschenjagd seit dem Holocaust. Der Konflikt zwischen Hutu und Tutsi wurde zum Beginn der Unruhen bereits mit Sorge betrachtet
zumindest von der UNO und einem denkbar wehrlosen Kontingent ihrer Blauhelmtruppen, die sich im Land befanden. Es galt also für Schutz, Ordnung und Frieden zu sorgen, definitiv nicht das Gebiet der Amerikaner,
womit sie der UNO ihr Mandat entzogen, sie handlungsunfähig machten und so alle Hilfsmöglichkeiten zum Erliegen brachten. Resultat 1.500.000 tote Neger. Ja Neger ! Da sind sie jetzt pikiert !
Neger sagen wir nicht mehr, nein das sagen wir nicht mehr ! Wie viele da krepieren ist uns doch scheißegal aber „Neger“ sagen wir nicht mehr, da sind wir politisch korrekt ! Aber zurück zum Thema, der
Inkarnation der „Political Correctness“ den USA und ihrer aalglatten Regierung (aalglatt oder einfach nur ölig ...? Ist ja auch egal.) Der Regierung also die nun gezwungen ist um Hilfe zu bitten. Da die
„Versuche“ die Katastrophe im Alleingang einzudämmen fehlschlugen. (Irre ich mich oder haben diesen Fehler in den letzten Jahren sehr viele Diktaturen gemacht ?) Für ein Land das sich selbst zum mächtigsten und
fortschrittlichsten der Welt erklärt hat, doch richtig süß, oder ?
Nun sind die USA also gezwungen, Hilfe von anderen Ländern anzunehmen, zum Beispiel die Hilfe von Venezuela, einem „Mitglied“ der 3. Welt.
Das Angebot des linksgerichteten* Präsidenten Hugo Chavez (Dem die USA seit seiner Wahl 1999 offene Feindschaft entgegenbringen.) besteht aus Wasserreinigern, Generatoren, spezialisierten Rettungsteams und
1.000.000 $ Soforthilfe, für ein Land mit der Wirtschaftslage von Venezuela wirklich beachtlich.**
Politischer Schachzug sagen sie ? Ironie des Schicksals sage ich ! Wo wir gerade bei Ironie sind, ja
verehrter Leser sie sehen richtig, ich liege am Boden, vor lachen wohlgemerkt, denn noch weitere Nationen stehen auf der Spendenliste und nicht an letzter Stelle: Kuba
Kuba – Was soll man schon zu Kuba sagen ? Man weis doch alles über „El Präsidente“ Fidel Castro und sein Land. Schließlich liest man doch Zeitung ! Doch was man dort nicht liest ist dass Kuba allein im
Moment 15.000 Ärzte in der 3. Welt „stationiert“ hat, hinzu kommen noch beträchtliche Zahlen an Lehrern, Techniker, Konstrukteuren und Hilfsprogrammen.
Hat aber alles nichts mit dem Thema zu tun, auch nichts
mit dem Thema zu tun, hat die Feindschaft der beiden Länder (USA, Kuba). 1959 hatte Fidel Castro nach Abschluss seines Jurastudiums als Anführer einer 82 Mann starken Guerilla-Truppe den kubanischen Diktator
Fulgencio Batista, einen treuen Mitarbeiter der USA aus dem Land vertrieben, für diese Tat, diverse Reformen und eine doch recht erfolgreiche Wirtschaft wird El Präsidente (zumindest von einem Grossteil seiner
Landsleute) bis heute verehrt. Das alles erwartet man doch nicht wirklich von einem Politiker dessen Reden bis zu 12h dauern oder ?
Und nun bietet eben dieser Fiedel Castro den USA an, innerhalb von 3
Tagen 1100 Ärzte und 26,4 Tonnen Medikamente zu schicken. Der Böse, der ! Was wahrscheinlich bei weitem effektiver ist als die 1000 GI ´s die, die Amerikaner ins Katastrophengebiet schicken (in eine Stadt
„mit“ 500.000 Einwohnern***) . Aber so sind die Amis eben, Hauptsache es knallt schön !
Schön geknallt hat ´s damals auch in Hiroshima und Nagasaki nach dem größten terroristischen Anschlag der
Geschichte. (Nein es waren weder Osama noch Sadam aber sie haben ja noch einen Versuch es heraus zu bekommen.)
Zurück zur Spendenliste, denn auch Deutschland hat sich eingetragen und bereit erklärt 24,2
Tonnen Nahrungsmittel zu schicken !
Wir schicken einem Land in dem jeder zweite an Übergewicht leidet 24,2 Tonnen Nahrungsmittel... ...Gute Idee...
Na dann: Welcome to Germany
*(Zum Thema USA und Sozialismus siehe auch Chile dessen demokratisch gewählter Vertreter Salvador Aliende von der CIA aus dem Amt geputscht und ermordet wurde (3000 tote chilenische Demokraten) und durch
eine faschistische Amerikafreundliche Regierung unter Leitung von Augusto Pinochet, einem ausgewiesenem "Menschenrechtsexperten..." ersetzt wurde.)
**(Vor allem wenn man bedenkt das, dass
Hutu-Regime auch hier in weiten Teilen des Landes mit der Ausrottung der „Tutsi-Plage“ beschäftigt war was 80% der männlichen Bevölkerung das Leben kostete, aber vielleicht sind Frauen ja doch die besseren Männer,
jetzt haben sie jedenfalls eine wirklich große Chance es zu beweisen! )
***(28.5% Weiße, 67,25% Afro-Amerikaner, 0,2% Native Americans, 2,26% Asiaten und 3,06% Hispano-Amerikaner )
(geschrieben von Schmidde, danke dafür!)
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