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Also, ich hab ihn mir gestern mit einer Kerze angeschaut. Kerze und ich in trauter Zweisamkeit auf der Couch etc, blubber blah. Im
Ernst, elektrisches Licht war nicht bei dem Film.
Die Vorerwartung: Ich dachte, nach allem, was ich so über den Film gehört hätte, er würde mich schon beim Schauen komplett runter ziehen. Deswegen hab
ich ihn eigentlich auch immer etwas vor mich hergeschoben. So von wegen "und nach dem Film spring ich vor den nächsten Zug oder organisiere mir eine Pistole". Wie gesagt, das war die Vorerwartung. Dass da
ein komisches Kaninchen mitspielen soll (Zeitreise, HÄH???) fand ich erstmal sehr weird, aber mal schaun....
Die Durchführung: Kerzenschein, kein Alkohol. Kuschelig warm. Mann sorgt vor. Fernseher ran,
DVD rein und los. Im Menübildschirm kommt mir das Kaninchen gar nicht mehr so komisch vor. Eher KOMISCH/verunsichernd/Gefahr im Verzug. Also "Filmstart" gedrückt und los. Spannende Musik (ach ja, die
Jugendjahre), schräge Familie, zuerst stürzt mal eine Flugzeugturbine aufs Dach. Ooooookay. Er erwacht auf der Straße. Später dann auf dem Rasen. Spätestens an der Rasenszene kommt er gar nicht mehr so verrückt
rüber, sondern eher so, als wäre er der einzige Vernünftige in der Stadt. Und alle anderen sind depp. Wobei, die Familie/vor allem die Mutter gewinnt im Laufe des Films auch immer mehr und mehr Sympathien. So schräg
wie am Anfang sind sie ja gar nicht. Mal abgesehen von der einen alten Schrullenlehrerin, die hat ein totales Rad ab (-> Folge: "Okay, wir müssen nicht alle Feindbilder neu überdenken"). Ui, der
Film hat sogar Computeranimation (den Vergleich mit Abyss spar ich mir mal). Und irgendwie finde ich die auch noch gut. Passt in den Film.
Wie du merkst, ich springe momentan immer noch im Film. Ich kann ihn
immer noch nicht so ganz greifen. Letztens Endes hat sich die Befürchtung auf den anstehenden Suizid nicht bewahrheitet. Aber durcheinander bringt mich der Film trotzdem. Obwohl ich ihn recht gut finde. So erstmal.
Das Ende ist klasse. Nachdenklich, aber klasse. Ich blick auch noch nicht so ganz durch (WER ist das Kaninchen? Und WARUM kommt es in die Vergangenheit?), aber den Film selbst fand ich gut. Wie ein Teeniefilm
für die Teenies von ´88, die ihn sich aber bitte erst jetzt anschauen sollten. Musik ist nett, man muss für den Film das Denken nicht an der Kasse abgeben, es gibt interessante/spannende Charaktere im Film (und
skurrile Situationen "Wie kommt die Axt in den Kopf aus massiver Bronze?"). Er hat mich nicht so umgehauen, wie ich erwartete/befürchtete. Aber er beschäftigt mich immer noch und fand ihn eigentlich
gut. Befremdet bin ich aber immer noch...
(geschrieben von Thorsten; Danke dafür!)
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