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23.10.2007

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Zoolander

Hmmmm. Also, der nette Kerl aus der Videothek hat es sehr schön formuliert, als Lütschi diesen Streifen das letzte Mal da rausgeschleppt hat: “Außer Euch ist auch keiner so bekloppt, sich diesen Film dauernd wieder anzutun!”

Das mag durchaus so sein. Zumindest erklärt das, warum dieses Filmchen im Kino so sang- und klanglos am Publikum vorbeigegangen ist und ruckzuck in der Versenkung verschwunden ist. Sogar Lütschi und ich haben diesen Flick erst auf DVD das erste Mal gesehen - und wir haben uns weggeschmissen vor Lachen.

Mag sein, dass man für diesen Film jedes Mal etwa vier Dosen Bier und eine fette Pizza braucht, dazu einen guten Freund und jede Menge Spaß in den Backen, aber wir zwei sind der Meinung: dieser Film ist ein Hit!

Ben Stiller, der hier mal wieder überall seine Fingerchen im Spiel hatte und auch Co-Writer, Producer und Regisseur war, spielt das Supermodel Derek Zoolander. Zoolander ist die männliche Antwort auf das ewig dumme Blondchen, und allein deshalb ist der Streifen schon köstlich: Während er die meiste Zeit des Films damit beschäftigt ist, zu posen, was das Zeug hält, macht sich der gute Derek permanent zum Affen, indem er Fremdwörter verhunzt, das Wort “Tag” T-A-A-H-G buchstabiert oder mal wieder darüber rumheult, dass er sich nicht links herum drehen kann, wenn er auf dem Laufsteg unterwegs ist. Durch seinen Markenzeichen-Look “Blue Steel” ist Derek berühmt geworden - wobei da noch der genauso aussehende “Ferrari” und der irgendwie auch sehr ähnliche “Le Tigre” sind. Zur Zeit arbeitet er an “Magnum”, der - erraten - letztlich dann zum vierten Mal das selbe dumme Gesicht zeigt, aber egal.

Derek blamiert sich bis auf die Knochen, als er den Preis für das “Male Model of the Year” zum vierten Mal in Folge entgegennehmen will, obwohl in diesem Jahr sein Konkurrent Hansel (schreiend komisch: Owen Wilson) gewonnen hat. Daraufhin gibt sein Manager (Bens Papa Jerry Stiller) ihn quasi zum Abschuss frei: der böse Modeschöpfer Mugatu (herrlich tuntig:Will Ferrell) darf ihn bei einem “Day-Spa” per Gehirnwäsche (Kult-Zitat: “Obey my dog!”!!) darauf konditionieren, den Premierminister von Malaysia zu ermorden. Der will nämlich die Kinderarbeit abschaffen, mit der Mugatu seine Modefummel schneidern lässt.

Dem Ganzen auf die Spur kommt Time-Magazin-Reporterin Matilda (zuckersüß: Christine Taylor), die das Komplott zu verhindern versucht, Derek warnt und ihn vor Mugatus rechter Hand Katinka versteckt (zum Niederknien fies und hässlich: Milla Jovovich): und zwar ausgerechnet bei Hansel.

Höhepunkt dieses Streifens ist eindeutig der fabulöse Walk-Off, mit dem Stiller und Wilson klären wollen, wer denn nun Model Numero Uno ist. Ebenfalls königlich ist Stiller’s Abstecher in die Kohleminen zu seinem Dad (Jon Voight), in denen er arbeitet wie’n Kleiner, hustet wie’n Mädchen und sich noch mit seinem neuen Kosmetik-Werbespot als Meermann in der Bergmannskneipe blamiert (Satz des Jahrzehnts: “Feuchtigkeit ist der Inbegriff von Nässe!” - Ich schmeiss mich weg...)

Gemeinsam abfeiern müssen Lütschi und ich ja jedesmal, wenn Matilda gesteht, dass der Neid auf die Models im Fernsehen bei ihr zu einer Bulemie führte, und Derek staunt: Bulemie? - “Du kannst Gedanken lesen???”

Ungeschlagen ist allerdings auch meine heimliche Lieblingsszene: Matilda knallt der fiesen Katinka an den Kopf, dass ihre Klamotten komplett aus dem Katalog bestellt hat - und jedes einzelne Stück war ein Sonderangebot!

Tja, Männers, so bringt man Modepüppchen verzweifelt zum Heulen...

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