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Ich mag Ben Stiller. Ich hasse “Verrückt nach Mary”, ich fand “Meine Braut, Ihr Vater und ich” kacke, aber ich mag Ben Stiller. Irgendwie hat der was, und für Filme wie “Glauben ist alles” bin ich ihm
(und Edward “Schneckchen” Norton) echt dankbar.
Besonders herrlich, weil strunzdoof und trotzdem auf eine kesse Art und Weise clever, find ich ja “Zoolander”. Und da “Voll auf die Nüsse” ähnlich platt zu werden versprach, bin ich da freudestrahlend reinmarschiert.
Okay, warum weiter drumrumreden?! Dieser Streifen passt ins Bild. Punkt.
Vince Vaughn (“The Cell”, “Old School”) alias Peter LaFleur betreibt das Fitness-Studio “Average Joe’s”, in dem Menschen wie Du und ich ein- und ausgehen. So sehr Peter
die Kunden am Herzen liegen, so wenig kümmert er sich um seine Finanzen. So kommt es, dass eines Tages Kate (Christine Taylor, “Zoolander”), Anwältin im
Dienste seiner Finanzierungsbank, auf der Matte steht und verkündet, dass er innerhalb weniger Tage 50.000 $ locker machen muss, oder sein Studio war einmal.
Als Kaufinteressent steht schon White Goodman (Ben Stiller) in den Startlöchern, der mit seiner Kette “Globo-Gym” den Körperkult ad absurdum
führt und sich mit Elektroschocks das Doughnutfuttern abgewöhnen will. Außerdem will er Kate um jeden Preis flachlegen und schreckt daher auc nicht vor aufblasbaren Sporthosen zurück.
Die Jungs vom “Average Joe’s” wollen alles tun, um ihre Muckibude zu halten, und so fassen sie einen tollkühnen Plan: ein Dodgeball-Turniersieg (Dodgeball ist so ne Art Völkerballspiel) in Las Vegas
soll die erhofften Piepen sicher stellen. Nur zu dumm, dass Goodman Wind von der Sache bekommt und ebenfalls ein Team aufstellt. So sehen sich die durchgeknallten Außenseiter plötzlich
Typen wie Laser, Blade und Blaser gegenüber, und nicht zu vergessen der “Lady in Red”...
HERR-LICH!!
Sprüche wie “Also, jetzt nur mal so neben die Tüte gekotzt...”, “Wenn Du
Autos ausweichen kannst, kannst Du auch Bällen ausweichen”, “Niemand zwingt mich, mein eigenes Blut zu bluten” oder “Du bist so nützlich wie ein Lolli, der
nach Scheisse schmeckt” sind ja schonmal pauschal mein Ding, und auch ansonsten hatte ich hier ne Menge Spaß.
Sei es, weil die Truppe um Vaughn so herrlich schrullig und doch (oder gerade dadurch) so sympathisch ist, oder weil das Trio Vaughn/Taylor/Stiller so tierisch gut aufspielt, sei es,
weil Stiller hier so richtig den schmierigen Kotzbrocken mit Dirty-Dancing-Föhnfrisur gibt oder weil er und seine Ehefrau Taylor sich hier ebenso schön anfauchen wie sie in “Zoolander” zwischeneinander die Funken
sprühen liessen - hier passt irgendwie alles. Und die netten kleinen Seitenhiebe auf den übertriebenen Fitnessdrang sind eh genau meine Kragenweite.
Übrigens: die Szene, in der Stiller seiner Frau den Ball ins Gesicht wirft,
haben die mehrfach wiedrholen müssen, und am Ende gab es fast ne Ehekrise. Und zum Trost für alle, die meinen, Stiller sei schick austrainiert: wie er selbst in nem Interview zugab, hat man da ordentlich in die
Computer-Trickkiste gegriffen. Naja, richtig fies ist eigentlich eh nur diese brutale Perücke, hehe...
Wer “Zoolander” mochte, wird diesen Quark hier auch abfeiern, da bin ich
sicher. Ansonsten: Guckt’s Euch halt an und werft Euch weg! Wenn ich allein an die erste Garnitur Trikots denke, mach ich fast schon wieder unter mich...
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