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Ich bin hier ganz schwer voreingenommen, denn das Buch, auf dem dieser Film basiert, ist ein Kracher (von Michael Crichton?! Keine Ahnung, meine
Mama hat das schon so lange, dass ich jetzt nicht nachsehen kann...).
Vor diesem Licht betrachtet, musste ich
natürlich meine Erwartungen an “Timeline” reichlich drosseln, um nicht von vorne herein auf die Nase zu fallen. Na, und nach “Herr der Ringe” hat es eh jeder Schwertschwinger in einem Film reichlich
schwer mit mir, fürchte ich. Aber zunächst mal zum Inhalt:
Professor Johnston (Billy Connolly, der Vater in “Boondock Saints”) leitet die Ausgrabungen an einem archäologischen Fundort in der Dordogne, Frankreich, wo das mittelalterliche Dorf Castlegard sowie
die Festung La Roc freigelegt werden. Hier spielte sich im Hundertjährigen Krieg der Franzosen gegen die englischen Invasoren eine recht gut rekonstruierte Schlacht um die Burg ab, und die Grabungen
sollen dem Prof Klarheit über eben jene letzte Schlacht um La Roc verschaffen.
Sein Sohn Chris (Paul Walker, der auch “The Fast and the Furious”
mitverbrochen hat) besucht ihn eigentlich nur wegen seiner hübschen Studentin und Mitarbeiterin Kate (Frances O Connor, “A.I.”). Aufgrund recht seltsamer, weil zu detaillierter Informationen der geldgebenden Firma beschließt der Professor,
dort aufzulaufen. Kurz nach seiner Abreise entdecken seine Studenten in einem seit 600 Jahren verschlossenen Raum, was eigentlich nicht da sein dürfte: eine handschriftliche Botschaft
des Professors, in der er um ihre Hilfe bittet, datiert auf das Jahr 1357...
Also, oskarverdächtig ist der Streifen sicher nicht, aber doch solide gemacht, und allein, weil man hier einen herrlichen Nachtangriff auf die
Festung, komplett mit Katapultbeschuss und brennendem Pfeilhagel sieht, ist das Streifchen mal was anderes.
Schauspielerisch bekleckert sich keiner mit Ruhm, aber als moderner Sonntagnachmittagfilm ist das Ganze schon schwer okay, nicht zuletzt, weil
man offensichtlich sehr detailverliebt und historisch möglichst genau zu Werke ging bei der Ausstattung.
Fazit: kein überragendes Kino, aber solide Arbeit, die Regisseur Richard Donner uns da geliefert hat.
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