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09.04.2006

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Star Wars - Episode III

Versteht mich nicht falsch: Ich stehe auf Star Wars. Wer was anderes sagt, kriegt gepaddelt. Aber ich verstehe weiss Gott nicht, wieso man unbedingt die „ersten drei Episoden“ drehen musste… So wenig Kohle kann der gute George doch wohl nicht mehr gehabt haben, dass das dringend nötig war, oder?!

Nachdem ich die Episode I ja schon eher saudoof fand, hab ich Episode II nach der Hälfte nicht mehr ertragen und ausgestellt. Da aber irgendwie doch die Geburtsstunde Darth Vaders lockte, wollte ich relativ dringend diese letzte Prequelstory zu den alten Klassikern im Kino sehen und bin mit Alex im Saal einmarschiert, um vielleicht doch noch mit Haiden Christensen alias Anakin Skywalker/Darth Vader versöhnt zu werden.

Nun, es hat nicht wirklich geklappt, der Bengel bleibt mir zu platt, basta.

Hier sieht man nicht einmal ansatzweise etwas von der dunklen Präsenz der Macht, die in den späteren (und damit eigentlich früheren) Episoden in jeder Szene Vaders mitschwingt. Wenn ich fies sein wollte, würd ich schreiben, in jeder Schultheateraufführung sind die Bösewichter plastischer, aber das beleidigt ja irgendwo Laienschauspieler, die sich ernsthafte Mühe geben ohne fett Kohle dafür einzusacken…

Natalie Portman als Padmé reisst auch nicht viel raus, Obi-Wan Ewan McGregor ist zwar nett zu begucken, aber das war’s auch so ziemlich. Ein paar coole Szenen mit Kampfknubbel Yoda, dem grammatikalischen SuperGau sowie Count Dooku alias Christopher Lee (einem selten geilen Bösewicht in Herr der Ringe, aber leider nicht unbedingt hier) runden den Streifen nicht wirklich ab, lassen aber zusammen mit wirklich geilen Effekten zumindest nicht das Gefühl aufkommen, den Abend im Kino vergeudet zu haben.

Trotzdem: Wenn ich dickköpfige kleine Kinder sehen will, die sich aufführen, als hätte ihnen einer gedroht, das Lieblingsspielzeug zu klauen, dann muss ich dafür keinen Herrn Christensen begucken, denn so was sieht man in jedem Kindergarten, und wenn ich ne Liebesgeschichte mit gelungenen Dialogen sehen will, bin ich hier auch verkehrt. Das Ganze ist doch reichlich dick aufgetragen.

Okay, man kann jetzt sagen, der Streifen hatte von Anfang an keine große Chance bei mir, aber ich bin auch nur’n Mensch, und der Wandel von Gut zu Böse einfach aus dem Grund, seine Frau verlieren zu können, nee, sorry, das ist mir viel zu simpel gestrickt. Ich mochte die Tricks, aber das war’s.

 

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