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23.10.2007

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Schneller als der Tod

Was fällt einem ein zum Thema Western? John Wayne? Clint Eastwood? Wyatt Earp? Erbarmungslos? Rauchende Colts? Miss Kitty’s Bar? Fuzzie? Billy the Kid? Zorro? Jepp, für’n Anfang schon ganz gut. Hmmm, aber was fehlte da immer? Richtig: ‘ne schiesswütige Schnitte, die es den ganzen ollen Westernhelden mal so richtig zeigt!

Das dachte sich wohl auch Miss Sharon Stone, und haste was, kannste was hat die werte Dame dieses nette kleine Filmchen nicht nur mit ihrer Anwesenheit als Hauptdarstellerin geziert, sondern hat auch als Co-Produzentin dafür gesorgt, dass der zwingend notwendige Rubel auch rollt.

Stone spielt Ellen, eine leicht unterkühlte, aber dafür fast bis zum Bauchnabel freigeknöpfte Blondine, die (wie sollte es anders sein?) nur ein Ziel hat: Rache. Diese gilt keinem geringeren als Herod (Gene Hackman), der die kleine Stadt Redemption unter seiner Fuchtel hat.

Herod veranstaltet einen Schießwettbewerb, bei dem die härtesten Revolverhelden gegeneinander antreten. Dem Gewinner winken etliche Dollars, und so ist der Andrang entsprechend groß (unter anderem gibt sich auch Lance Hendriksen die Ehre, ebenso Leonardo DiCaprio als Herods Sohn). Nur einer kommt nicht freiwillig zum Stelldichein: Cort (Russel Crowe), ein ehemaliger Kumpane Herods, der sich seiner üblen Taten dermaßen schämt, dass er Priester geworden ist, um für seine Sünden zu büßen. Seinetwegen ändert Herod mitten im Wettkampf die Regeln: es geht von nun an um Leben und Tod...

Russel Crowe ist hier in seiner ersten US-Rolle zu sehen, und hält sich recht gut. Leo-Baby spielt hier so, wie man es vor Titanic von ihm gewohnt war, nämlich gut, aber am Besten räumen Sharon Stone und Gene Hackman ab. Die beiden liefern sich hier eine echte Schlacht, und so kommt es, dass der Film trotz angestaubter Story richtig Spaß macht. Dies ist vermutlich nicht zuletzt auch dem Regisseur Sam Raimi zuzuschreiben, der zu seinem Werk ein Vorbild nennt, bei dem es sich um niemand geringeren als Western-Ass Sergio Leone handelt. “Schneller als der Tod” lehnt sich dann auch recht gemütlich an Klassiker wie “Für eine Handvoll Dollar” an.

Wie bereits mehrfach klargestellt macht mir dieses Filmchen immer wieder Spaß, auch wenn das Augenzwinkern gelegentlich ein bisschen besser hätte herausgekitzelt werden können. So könnte man gelegentlich das Gefühl bekommen, dass sich der Streifen ein wenig zu ernst nimmt. Sei’s drum. Auf die Nase fliegt er dadurch jedenfalls nicht.

 

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