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Hafen, Dunkelheit, einige finstere Gestalten, die einen Waffenhandel abschließen. Da, ganz plötzlich, wie aus dem Nichts, Polizei.
Schusswechsel. Boris, der russische Mittelsmann zwischen Käufern und Verkäufern (Der im O-Ton ein Otto ist, aber was soll’s), wird getötet, kurz darauf auch einer der Käufer.
Soweit eigentlich das, was man in jeder Vorabendserie zu sehen bekommt heutzutage. Das Haarige an der ganzen Geschichte: der tote
Käufer ist der Sohnemann des reichen Ganoven Howard Saint (John Travolta; „Pulp Fiction“, „Passwort: Swordfish“) und seiner Frau Livia (Laura Harring), während Boris wiederum putzmunter, weil verdeckter Ermittler
ist und darüber hinaus den klangvollen Namen Frank Castle (Thomas Jane; „Deep Blue Sea“, „Dreamcatcher“) trägt.
Was ein echter Gangster ist, der findet solche netten Umstände umgehend heraus, und was eine echt fiese trauernde Mutter ist (Wobei Carsten sofort anprangerte, dass die Mutter hier aussieht, als sei
sie eher die Schwester), die verlangt von ihren Handlangern, dass nicht nur der gute Frank, sondern gleich seine gesamte Familie für den Tod Bobbies, ihres Sohnes, büßen soll.
Gesagt, getan. In einem regelrechten Massaker wird der komplette Castle-Clan ausgelöscht. Zuletzt
werden Franks Frau und Sohn getötet, kurz bevor John, der verbleibende Zwilling des toten Gaunerjungen, Frank persönlich mit einem Schuss in den Brustkorb ins Jenseits befördert.
Oder zumindest glaubt er, das zu tun.
Tatsächlich übersteht Frank die eigene Hinrichtung. Nach 5 Monaten erscheint er wieder
auf der Bildfläche, um festzustellen, dass in dieser langen zeit nicht eine einzige Festnahme wegen des Blutbades erfolgt ist. Er sinnt fortan nur auf eins: Strafe für das
Verbrechen an seiner Familie. Und so beginnt er seinen Feldzug gegen die Saints, die offensichtlich alles andere als Heilige sind. Rückhalt findet er, ob er will oder nicht, in
den liebenswerten Mitbewohnern seines neuen Wohnhauses, Bumpo (John Pinette), Dave (Ben Foster; „Bang, Bang, Du bist tot“) und Joan (Rebecca Romijn-Stamos, „X-Men“;
„X-Men 2“). Ansonsten ist er auf sich allein gestellt. Doch er macht seine Sache gründlich…
Hossa, was für ein Fest!
Okay, es geht am Schluss viel in die Luft hier, was Carsten nun nicht sooo berauschend
fand, aber hey, das ist in meinen und Anjas Augen völlig in Ordnung gewesen. Und Leute, Leute, Leute: Bei einem Punkt waren wir Drei uns einig: SPRÜCHE!!! Geil! Saugeil!! Sehr
hervorragendes Material für wildestes Zitateschmeissen. Am Herrlichsten fand ich persönlich ja folgendes kleines Juwel:
Frank (nach ner heftigen Keilerei inklusive fiesem Treppensturz): „Mir geht es gut!“
(deutet auf den Toten zu seinen Füßen:) „Ihm nicht!“ (… und kippt bewusstlos um)
Super.
Ausserdem haben wir Mädels festgestellt, dass der arme Punisher nur ein einziges T-Shirt besitzt, dass er natürlich schonen muss. Soll heissen, Mr. Jane läuft den halben Film über oben ohne
herum, und ich muss sagen, auch wenn ich nicht so sonderlich auf Muckis stehe, der Junge macht sich verdammt gut mit den 15kg Muskeln, die er extra für diesen Flick antrainiert
hat. Angeblich, so jedenfalls seine Aussage in einem Interview, hat Lover Patricia Arquette, mit der er auch ein Kind hat, ihm angeboten, sein Work-out weiter zu
honorieren, nachdem dafür keine Gage mehr gezahlt wurde. Hmm. Naja, also ehrlich gesagt, ich kann’s nachvollziehen, hehe!
Der Film bietet Action, Spannung, Humor und einfach coole Bilder. Und nen schmucken
Mann, der seeeeehr finster dreinblicken kann. Was will man mehr?
Richtig, Popcorn!
:)
(Nachtrag: Der Mann im Movie-Bunde wies nach Vorabdurchsicht dieser Kritik energisch
darauf hin, dass der Punisher NICHT bloß ein T-Shirt hat, sondern drei: Das mit dem Totenkopfmotiv, das von seinem toten Sohn war, ein schwarzes, das auch noch irgendwie
durchkommt, und ein weisses, das hinterher nur noch als Putzlappen dienen könnte. Mea maxima Culpa, diese dreiste Fehlinformation musste ich natürlich umgehend richtig stellen! ;) )
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