Letztes Update:
09.04.2006

Was ist neu?

Home
Warum nur?
Ich
Kranke Ansichten
Filmfieber
Anjas Ansichten
Fremdverschuldet
Guestbook
Links

Who is who?

Willst Du in die Update-Liste? Sonst irgendwas zu sagen? Na dann...

Mailde Dich!

Wer Tippfehler findet, darf sie behalten!

Impressum

Rhythm is it!

„Rhythm is it!“ ist eine Dokumentation.

Die Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Sir Simon Rattle wagen ein einzigartiges Projekt: 250 Jugendliche, die zum großen Teil noch nie in ihrem Leben mit klassischer Musik zu tun hatten, sollen zu den Klängen von Stravinskys „Le Sacre du Printemps“ tanzen.

Das Training für die Choreographie leitet Royston Maldoom, der wie Sir Simon im Laufe des Films sehr tiefe Einblicke in sein Leben und seine persönliche Motivation für das Projekt erlaubt. Aber nicht nur Dirigent und Tanzlehrer, sondern auch nach und nach immer mehr der involvierten Kinder und Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen öffnen sich dem Zuschauer und erzählen bereitwillig von sich selbst.

Hierdurch wird es möglich, die nach und nach stattfindende Veränderung in den Betroffenen wahrzunehmen: was zu Anfang noch seltsam, komisch, ungewohnt, vielleicht auch beängstigend und dadurch zum Veralbern prädestiniert war, wird mehr und mehr eine faszinierende Beschäftigung, die Einfluss auf das eigene Leben nimmt.

Dabei beweisen Einzelne eine sehr fesselnde, anrührende, greifbare Persönlichkeit, die die Faszination dieses Films für mich ausmacht. Hier wird nicht geschauspielert, hier wird vor der Kamera gelebt, und mitunter die eigene Seele blankgelegt im Gespräch mit den Filmemachern oder auch einfach in einzelnen Gesten, Blicken, Reaktionen.

Die Schüler, die hier mitwirken, sind keine glücklichen Kinder der Oberschicht, und viele von ihnen sind es nicht einmal gewohnt, positives Feedback zu bekommen. Die Art und Weise, wie Royston mit ihnen im Training umgeht, ist daher etwas Neues: hier wird viel gefordert, in der unerschütterlichen Gewissheit, dass jede(r) Einzelne mehr leisten kann, als er/sie sich selbst je zugetraut hätte. Mit harten, deutlichen Worten, aber auch mit tiefehrlichen Motivationsschüben führt ein einzelner Mann mit seinem Team eine Horde junger Menschen an ihre selbst gesetzten Grenzen und weit darüber hinaus.

Die Freude in den Gesichtern der Kids, als sie zum ersten Mal live „ihr“ Stück vom Orchester vorgespielt bekommen, spricht Bände.

Man begleitet diese Menschen durch die Proben, von den ersten katastrophalen Versuchen bis zur Aufführung, die mit tosendem Beifall endet. Selbst wird man dabei umfangen von der beeindruckenden Intensität der Musik, zu der getanzt wird. Und am Ende ist da echte Freude für die Beteiligten, dass sie ihr Ziel erreicht haben.

Toller Film, besser als jeder Hollywoodstreifen.

 

Zurück
 

[Home] [Warum nur?] [Ich] [Kranke Ansichten] [Filmfieber] [Anjas Ansichten] [Fremdverschuldet] [Guestbook] [Links]