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Des Öfteren philosophiert der gute Carsten über Punkmode bzw. Modepunks, und an ihn musste ich denken, als ich „Punk!“ gesehen habe,
denn dort lässt sich Matthew Lillard („Scream“ 1 + 2, beide „Scooby-Doo“s) als Gossenpunk Stevo schwer über die sogenannten Pseudos aus, die ein paar Jahre wie ein Punk rumrennen, im Grunde aber nicht so denken oder
fühlen und irgendwann an einem Elitecollege Jura studieren.
Zusammen mit seinem Kumpel Heroin-Bob (Michael Goorjian, „Hard Rain“), der so heisst, weil er panische Angst vor Spritzen hat und im
Leben noch keine einzige Droge konsumiert hat - nicht einmal Aspirin - hängt der natürlich knallharte und echt true drauf seiende Stevo in Salt Lake City ab (Daher der O-Titel auch „SLC Punk!“), was mal die
unpunkigste Stadt aller Zeiten ist in seinen Augen. In meinen ist das Höxter, aber okay…
Was man hier zu sehen bekommt, ist eine abgefahrene Millieustudie, mit netter Musik im Soundtrack und etlichen Szenen, die witzigst
sind, sowie etlichen, über die man nachdenklich wird.
Die Schauspieler (unter anderem sogar Till Schweiger als durchgeknallter Mark mit viel Geld und noch mehr Wahnvorstellungen)
transportieren die Story erfolgreich, wenn auch nicht unbedingt grandios, und das Ende des Streifens ist meines Erachtens hervorragend gemacht, wird jetzt aber gerade deshalb nicht verraten.
Mehr kann man zu diesem Flick eigentlich nicht sagen, aber mehr braucht es auch nicht unbedingt. Der Film ist gut, Punk(t). Und lässt
mich an den Pseudo denken, der hier in Höxter als Vorzeigepunk mit perfekt gestyltem Iro, aber ohne echte eigene Meinung rumschlurft, nur um „anders“ zu sein. Arme Wurst: bist auch nur so’n seelenloses
Stylingpüppchen wie die Popper aus den Dissen.
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