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Wieder einer dieser Filme, die als Vorschau und auf dem Plakat richtig Hoffnung auf geile Filmaction gemacht haben, im Nachhinein aber eine herbe
Enttäuschung waren.
Bereits im Kino, trotz plauderfreundlicher Verstärkung durch Carsten und Jo, war dieser Streifen eine ziemliche Zumutung. Immerhin konnte man sich
da aber noch zu dritt wie bescheuert über die hohlsten Szenen kaputtlachen (Kein Witz: der ältere Herr, der neben mir saß, hat sich nach dem Film noch bedankt, dass wir so viel Scheisse gelabert haben, weil sich
sonst sein Eintrittsgeld gar nicht gelohnt hätte!).
Bei der zweiten Chance auf DVD kam dem Streifen der Trash-Funfaktor dann nicht mehr zu Gute: die Handlung ist einfach haarsträubend, die
Schauspieler (selbst Vincent Cassel als Oberfiesling) nerven irgendwann schon allein deshalb, weil sie schon wieder mit ausdrucksfreier Mimik durchs Bild stolpern, die Actionszenen sind zu dünn gestreut und zu
abwegig von der Choreographie und Begriffe wie Atmosphäre und Spannungsbogen gehen mir bei diesem Flick völlig flöten.
Für die Jungs mag noch halbwegs interessant sein, dass die Protagonisten ohne die Handlung ersichtlich weiterbringenden Grund erstmal fröhlichst
ein Bordell unsicher machen. Für mich war dann auch besonders ärgerlich, dass der einzige schnittige Kerl natürlich als einziger von den guten Jungs plattgemacht wird (der flotte Indianer, Name vergessen, aber wohl
auch scheissegal, weil man ihn eh nie wieder in irgendeinem größeren Streifen sehen wird, rennt dafür wenigstens vorher noch ‘ne Weile halbnackt rum. Das entschädigt nicht unbedingt für den Film, ist aber ganz nett
zu begucken).
Auch solche Mörderaktionen wie diese total mystische Verbindung zwischen dem Indianer, der ja nachher eh tot ist, und dem weissen Wolf, der
dauernd durchs Bild läuft, sowie der Versuch eines Erklärungsansatzes, warum es Dinge gibt, die pelzig sind und nach Fisch riechen (Jepp, unser Hauptdarsteller ist Tierpräparator! Und Zeichner. Und Martial
Arts-Star. Und Fährtenleser. Und Kriegsveteran. Und so ‘ne Kanone im Bett, dass Edelnutten den Gedanken seines Todes nicht ertragen können... Hallooooo??!! Merkt’s noch wer? Fehlt ja nur noch, das er tote Menschen
sieht!) reissen den Streifen nicht raus.
Finger weg von “Der Pakt der Wölfe”, da ist selbst das Dschungelbuch interessanter, was den “wilde Bestien”-Faktor angeht: bei Shir Kahn weiss man
wenigstens, das er ein Tiger sein soll. Hier gibt’s bis zum Schluss für die mädchenmordende Bestie nur die informative Umschreibung “Es ist ein seltenes Tier aus Afrika”...
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