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09.04.2006

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The Machinist

Wow. Der Streifen hat was!

Mal abgesehen davon, dass es mir in der Seele weh tut, Christian Bale („Die Herrschaft des Feuers“, „Batman Begins“) so ausgehungert zu sehen, wie er sich hier präsentiert, muss ich sagen, dass er auch durch seine Darbietung eindrucksvoll in Erinnerung bleibt.

Bale ist Trevor Reznik, ein Maschinist (wie unvermutet angesichts des Titels!) mit Schlaf- und Essstörungen der besorgniserregenden Art.

Trevor hat seit einem Jahr nicht mehr geschlafen, und ungefähr ebenso lang hungert er sich selbst aus, so dass nunmehr wenig mehr als ein in Haut gespanntes Skelett von ihm übrig ist. Durch seine Schuld ereignet sich auf der Arbeit ein schrecklicher Unfall, der einen Mitarbeiter den Arm kostet. War er vorher schon Aussenseiter, ist er dort nun verhasst. Mit seinem eigenen Leben überfordert, scheint sich Trevor nur mit seinem Putzfimmel und seiner Vorliebe für Bleiche sowie einer ausgeprägten Paranoia zu beschäftigen. Die einzige „Zuflucht“ findet er bei Stevie (Jennifer Jason Leigh; „Letzte Ausfahrt Brooklyn“, „Weiblich, ledig, jung, sucht…“), einer Prostituierten, die ihm sagt, er könne nicht sterben, denn er sei ihr bester Kunde und würde ihr sonst das Geschäft ruinieren. Doch Trevor hat einen guten Grund, weshalb sein Leben so den Bach runtergegangen ist…

Beeindruckend.

Schlicht und ergreifend beeindruckend.

Ich habe einen Vergleich mit den Arbeiten von David Lynch gelesen, und der ist nicht ganz unberechtigt, wenn auch Lynch die Auflösung subtiler gestaltet haben dürfte als Regisseur Brad Anderson, der nach einigen Projekten fürs TV hier sein Debut für die Leinwand abgeliefert hat.

Übrigens handelt es sich trotz der amerikanischen Macher um eine spanische Produktion, die im Original „El Machinista“ heisst. Ob daher die Tatsache rührt, dass sich dieser Streifen so angenehm von den Hollywoodfilmchen absetzt? Oder sollte man einfach drauf achten, was Anderson demnächst so abliefert?

Nun, ich werde jedenfalls die Augen offen halten.

 

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