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Ich war skeptisch. Sehr skeptisch. Aber mein Bruder versicherte mir, dass der Film sich lohnen würde, also hab ich es gewagt.
Nun ja.
Moulin Rouge ist… anders. So, wie der durchschnittliche Amerikaner ein Outfit, dass er nicht direkt doof nennen will, als „different“
bezeichnet…
Ich weiss nicht, ich fand es schon irgendwie cool, als Ewan McGregor und Nicole Kidman anfingen, zu singen, und die Idee, moderne
Popsongs für diesen Musicalfilm zu verbraten ist eigentlich auch nicht ohne, aber alles in allem ist der Streifen einfach furchtbar albern.
Wenn Ewan und Nicole nicht so ein hübsches Paar abgegeben hätten (und ich nicht die Hälfte der Songs mitgeträllert hätte), wär die DVD
nach 10 Minuten aus dem Player verschwunden. Und ob das mit etwas anderer Stimmung nicht trotzdem passiert wäre, weiss ich auch nicht. Da kann auch jemand wie Gary Oldman nix dran drehen.
Die einzige wirklich, wirklich durch und durch gute Szene ist denn in meinen Augen die, in der Jacek Koman (oder sein Gesangsdouble,
keine Ahnung, ob hier selbst geschmettert wird) als nakroleptischer Argentinier Police’s Roxanne zum Besten gibt, und zwar als absolut dreckig-heisse Tangonummer, zu der die Flittchen des Moulin Rouge sagenhaft
ausdrucksvoll tanzen. Da diese Szene recht weit gen Ende kommt, empfehle ich fast, bis dahin vorzuspulen…
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