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Kevin Smith hat’s wiedermal geschafft!
Nachdem eigentlich nach Dogma nix, aber auch gar nix mehr an Steigerungen möglich schien, kommt der Gute mal eben mit diesem Hammerfilmchen um die
Ecke und zeigt, dass sein Wahnsinn weiter geht, als man je gedacht hätte.
Aber mal eben kurz zur Handlung:
Nachdem Jay (Jason Mewes) und Silent Bob (Smith daselbst) gerichtlich verboten wurde, sich vor dem Quick Stop-Laden rumzudrücken, lungern sie bei Brodie (Jason Lee) im
Comicladen herum und erfahren hier, dass demnächst ein “Bluntman und Chronic”-Flick gedreht werden wird. Bluntman und Chronic sind die Comicfiguren, für die Jay und Silent Bob Pate
gestanden haben. Leider Gottes hat den beiden bisher niemand von diesem Projekt erzählt, geschweige denn, mal ein bisschen Geld dafür rüberwachsen lassen. Das können die beiden so nicht hinnehmen. Nachdem
ihnen Holden (Ben Affleck) im Internet gezeigt hat wie gnadenlos dort die Filmfreaks schon vor Drehbeginn über den Film herziehen, beschließen die beiden, nach Hollywood zu fahren und den Streifen zu sabotieren.
Soweit, so gut.
Was das Ganze so spaßig macht, ist neben Jays üblicher Schnodderschnauze wohl vor allem der herrlich dämliche und politisch total
unkorrekte Humor des Filmchens, die vielen geilen Cameos (u.a. Carrie Fisher, Matt Damon, Chris Rock), die abgefahrenen Parodien auf Flicks wie
“Planet der Affen” oder “Star Wars” und die fiesen kleinen Seitentritte in Richtung Filmindustrie.
Letztere sind einfach nur grandios: Endlich in Hollywood angekommen, strunkeln die beiden Oberpappnasen von einem falschen Set zum Nächsten,
immer auf der Suche nach dem zu “ihrem” Film. Dabei bekommen nicht nur Filme wie “Good Will Hunting” oder “Scream” einen auf die Mütze, sondern
die auftretenden Schauspieler gleich mit. Wer kann sich nicht wiehernd in die Ecke werfen, wenn Jason Biggs, der Verpeiler aus “American Pie”, von
Jay begrüßt wird mit den heiligen Worten “Hey, wait a second: aren’t you the guy that fucked that pie?!” (Jepp, dringend im O-Ton gucken, ist noch ‘ne ganze Spur witziger als die Übersetzung - wie immer!)??
Und endlich wird geklärt, was Mark “Luke Skywalker” Hamill nach Star Wars gemacht hat: er mutierte zum dämlichen Comicbösewicht.
Chris Rock mimt derweil einen rassistischen schwarzen Regisseur, und die Tante, die Faith in der Serie “Buffy” gespielt hat, und deren Namen ich mir noch nie merken konnte, macht
mit ein paar anderen Mäuschen unter den klangvollen Namen Missy, Sissy und Chrissy so richtig einen auf Girlpower (Hui, viiiiiel zu gucken, Jungs!).
Jay bekommt mit Shannon Elizabeth endlich mal ein Mädchen ab, und Silent Bob... nun ja, wird am Ende auch geküsst. Äh. Ja.
Jedenfalls:
“Jay und Silent Bob schlagen zurück” bildet den exzellenten Abschluss zu Smiths “New Jersey”- Filmchenreihe, die mit diesem fünften Teil endgültig
beerdigt werden soll. Das ist zumindest der momentane Stand. Schade ist das schon irgendwie, aber die Sache wird wenigstens rund beendet. Zumindest, wer will, darf nämlich ein bisschen nostalgisch werden, wo doch
solche Granaten wie Randals “I’m not even supposed to be here today!” aus Clerks ebenso nochmal aufleben dürfen wie die Schokobrezeln von Brodie (Mallrats), der Mooby-Burger-Laden aus Dogma oder die Sache mit Holden
und Alyssa (Chasing Amy). Seeeehr gute Arbeit, Kevin!
Fazit: Für schwer gestörte Leute wie mich gilt hier nur eins: unbedingt ansehen!!!! Bleibt also nur noch die Frage übrig:
“Lebt Ihr auch nach dem Buch??!”
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