|
Es gab eine Zeit, als Steffie noch klein war (Ja, NOCH kleiner… Ich weiss nicht, ich finde, 1,68m sind für ne Frau eigentlich ne völlig
angemessene Körperlänge…) und in der Schule Textilunterricht hatte. Damals saß unsere Lehrerin da und hatte die Klasse hervorragend im Griff, weil sie uns während des Unterrichts „Der König von Narnia“ vorgelesen
hat. Und weil das damals so superspannend war (und sie wirklich toll gelesen hat), sind wir vor den Ferien in der letzten Stunde extra länger geblieben, um den Schluss noch eben zu hören. Soweit meine Erinnerungen
an die Romanvorlage. Wem dieses Glück nicht beschieden war, hier kurz was zum Inhalt des Films:
England, Luftangriff im 2. Weltkrieg: 4 Geschwister Marke Orgelpfeifen erleben den Bombenabwurf hautnah mit, flüchten sie mit ihrer
Mutter doch gerade noch rechtzeitig in den Schutzkeller bevor ihr Haus zerstört wird. Trotzdem fällt es ihnen nicht leicht, als sie wie etliche andere Kinder zu ihrem eigenen Schutz hinaus aus der Stadt aufs platte
Land geschickt werden, um dort auf dem urigen Anwesen eines alten Professors das Ende des Krieges zu erwarten. Da es nicht allzu viel zu tun gibt in dem historischen Gemäuer, spielen die Kinder eines Tages
Verstecken. Im Verlauf des Spieles gerät das Nesthäkchen in einem abgelegenen Zimmer in einen riesigen Wandschrank – und steht statt mit dem Rücken zur Rückwand plötzlich mitten in einem verschneiten Winterwald.
Dies ist die Entdeckung von Narnia, der Märchenwelt im Schrank, in der eine böse Hexe die Macht an sich gerissen und das Land in ewigen
Winter (aber ohne Weihnachten) getaucht hat, und das darauf wartet, dass Aslan, der gewaltige Löwe, zurückkehrt, um die Bewohner zu befreien – mit Hilfe von 2 Adamssöhnen und 2 Evastöchtern, sprich den 4
Menschenkindern, die plötzlich durch Schnee und Eis statt durch Mottenkugeln waten…
Nennt mich verwöhnt, aber der Film hat bei mir nicht wirklich gezündet. Die Verfilmung von „Der König von Narnia“ ist sicherlich nicht
schlecht, aber leider für mich auch nicht wirklich gut. Irgendwie ein Film, der halt da war, aber das war’s dann auch. Alles wirkt so glatt und flüssig und irgendwie… steril. Es fehlt mir die HdR-Peter
Jackson-Schmuddeloptik, die alles einfach echter wirken lässt.
Versteht mich nicht falsch, die Kreaturen, die C.S. Lewis in der Romanvorlage munter in den Raum wirft und die es hier dann tapfer
umzusetzen galt, sind wirklich hervorragend gemacht, so dass dank CGI Faune, Kentauren und sprechende Tiere so wirken, als könne man ihnen notfalls auch mal eben beim Zigaretten holen auf der Straße begegnen. Hier
wurde wirklich ganze Arbeit geleistet. Ebenfalls hervorragend kommt die Szene rüber, in der Aslan sich opfert, um Edward freizukaufen.
Aber die fesselndste Szene war für mich dann doch die Eingangssequenz, in der man als Zuschauer sozusagen den Luftangriff mitfliegt.
Und die tollsten und realistischsten Critters nützen nix, wenn Basti, Annabell und ich geschlossen bei einem Schnitt plötzlich synchron aufmucken, weil der Hintergrund aussieht wie gemalt. Und zwar selbstgemalt. Tut
mir leid, da passt dann irgendwas nicht…
Ich denke, ich werde Alex mal fragen, ob er mir das Buch leiht, damit ich das doch auch mal selber lese nach all den Jahren, denn ich
denke, da hab ich dann mehr von.
Zurück
|