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Dieser Film gehört zu der Sorte, die man entweder hassen oder lieben kann. Ich kenne jedenfalls niemanden, der zu “From Dusk Till Dawn” gesagt
hätte “Och, ja. Ganz nett...”. Robert Rodriguez hat hier ein aberwitziges Projekt durchgezogen, dessn Ergebnis ein Flick ist, der halb komödienhaftes Gangsterroadmovie und halb splattermäßiger Horrorstreifen ist.
Was soll ich groß sagen? Meinen Geschmack hat er voll erwischt damit!
Die beiden Brüder Seth (George Clooney) und Richard (Quentin Tarantino) Gecco sind auf der Flucht vor den Bullen, denn Richie hat den großen
Bruder soeben aus dem Knast befreit. Nachdem der Auftrag, eine Straßenkarte zu besorgen, damit endete, dass ein Schnapsladen komplett in die Luft geflogen ist, wird jedem Zuschauer bereits ganz zu Anfang klar sein:
Richie hat sie nicht mehr alle.
Während Seth ein Ganster mit Ehrgefühl ist, der nur tötet, wenn er muss und nur mit Frauen schläft, die das auch so wollen, hat Richie mit Mord,
Todschlag, Vergewaltigung, Wahnvorstellungen und Paranoia eine nette Palette von Hobbies, mit denen er sich die Zeit vertreibt.
Um trotz des letzten Zwischenfalls sicher über die Grenze nach Mexiko zu kommen, kidnappen die Geccos kurzerhand das Wohnmobil eines Predigers (Harvey Keitel) und dessen Kindern
(u.a. Juliette Lewis). Alles läuft glatt, bis die Gauner mit den Geiseln in der Truckerkneipe “Titty Twister - Open from Dusk till Dawn” einkehren, um
auf ihren Kontaktmann zu warten. Dort tanzt Salma Hayek nämlich nicht nur eine verflucht heisse Sohle, sondern sorgt auch dafür, dass sie und ihre Mitvampire genug Futter bekommen...
Um’s kurz zu machen: Clooney ist heiss, Hayek noch heisser, und Lewis, mein
persönlicher Liebling, gibt hier zwar zunächst die brave Pastorenbraut, ist aber am Ende ziemlich tough drauf.
Wer den Film bei dieser beknackten Story ernst nimmt, hat ein echtes Problem, aber wer richtig Fun haben will, ist hier an der richtigen Adresse. Für mich gehört er jedenfalls zu einem der
besten Kandidaten, wenn man einen gemütlichen Fernsehabend mit Bierchen und Lütschi verbringen will. Und ganz, ganz ehrlich: Salmas Tänzchen mit der Schlange ist so abgefahren, dass die sogar mich heiss macht. Irre!
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