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Ich stand schon als kleines Mädchen tierisch auf Errol Flynn und seine wilden Fechtnummern auf hoher See. Wie sehr habe ich mir gewünscht, dass
endlich mal wieder ein Abenteuer dieses Kalibers gedreht wird. Entsprechend aufgeregt war ich, als es endlich daran ging, diesen Film zu sehen: Johnny Depp und Orlando Bloom als heisse Piratenbengel, Keira Knightley
als aufsässige Schöne, wuchtige Segler, Kanonendonner, ein verfluchter Schatz...
Kann sowas überhaupt schiefgehen? Nicht für mich!
Ich stehe nunmal auf diese Filme á la Sonntagnachmittag-und-es-regnet -Bindfäden-was-also-machen-richtig-Filmchen-gucken, bei denen man das Hirn
abschaltet, den großen Pott Kakao mit ordentlich Sahne und ‘nem guten Schuss Rum fertig macht, Waffeln mit heissen Kirschen isst und ein Kissen in den Arm nimmt. Sowas ist echte Entspannung. Und für sowas ist dieser
Film ideal.
Nein, hier gibt es keine große Message, und oskarverdächtig ist wohl kaum etwas, wenn man von der herrlichen Darbietung Depps mal absieht, aber
wow, was macht dieser Streifen Spaß! Na, mal kurz der Reihe nach:
Da ist also diese Gouverneurstochter namens Elisabeth, die bei der Überfahrt nach Port Royal einen Jungen bewusstlos im Wasser treiben sieht.
Aufgrund ihrer Entdeckung wird William aus dem Ozean gefischt, der fortan heimlich für die Hübsche schwärmt.
Jahre später ist Will ein vielversprechender Waffenschmied geworden (der Dank des Milchgesichtes von Schnittchen Orlando und der recht
ausgefallenen Mode - wie schon seinerzeit Legolas - permanent irgendwie schwul wirkt, aber okay), während Elisabeth zu einer recht aufmüpfigen jungen Dame herangewachsen ist. Dreimal dürfen wir raten, und ja, klar:
am Ende kriegen sie sich, ist doch logisch.
Auf dem Weg zum Hollywood-Happy End müssen die beiden aber Einiges erdulden.
Hierzu zählt denn auch Captain Jack Sparrow alias Johnny Depp, der nur eins im Sinn hat: sein Schiff, die Black Pearl, zurückzubekommen. Außerdem
ist da noch die verfluchte Crew der Pearl unter der Führung des herrlich gemeinen Geoffrey Rush sowie eine Handvoll “guter” Piraten. Und nicht zu vergessen: der verlorene Azteken-Schatz. Oder Maya? Oder...
Scheiss drauf, keine Sau interessiert im Grunde die Story, denn die ist eh nur Beiwerk, um Johnny Depp eine Bühne zu bieten. Gott, ist der Mann
herrlich! Zwischen einem betrunkenen Deppen (Hahaha, welch Wortspiel!) und einem charmanten Draufgänger bringt er hier alles zu Tage, was man sich so vorstellen kann. Fantastisch! Und nebenbei ist dieser Bengel
sowas von Errol, sowas von Valentino, sowas von ...hhhrroaaaaarrrrrrrrrrr!!, dass es nicht mehr feierlich ist.
Klar, längst ist bekannt, dass Millionen von hormonüberladenen Weibern diesen Streifen nur allein wegen ihm wieder und wieder ansehen, und der
Film hat Depp ja nunmehr auch den Titel des “Sexiest Man alive” eingebracht, aber eins will ich mal betonen:
mir geht’s dabei viel mehr um die wunderschönen Aufnahmen von Sonne, Wind und Ozean und nicht um “Babewatch”!
So, und jetzt gehe ich kalt duschen... ;)
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