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09.04.2006

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Ein Fressen für die Geier

Sonntagnachmittag, eine Kanne Tee und Gebäck (das ist mein Ernst: Früchtetee, die letzte von Mamas selbstgebackenen Nussecken und diese turbogeilen Haselnusskekse mit Milchcremefüllung... jammi!) sind bereits am Start und ich werfe mal wieder einen typischen “Waren das Zeiten”-Film ein: “Ein Fressen für die Geier” habe ich x-mal gesehen als Kind/Heranwachsende, und ich glaube, nachdem ich mit etwa 10 Jahren meine wilde Erol Flynn-Phase hinter mir hatte, war ich leicht von Mr. Clint Eastwood angetan wegen dieses Streifens...

Eastwood ist hier der Abenteurer Hogan, der auf dem Weg durch das Mexiko, irgendwann 18hundertschlagmichtot die Nonne Sara (Shirley MacLaine) vor drei Vergewaltigern rettet. Gemeinsam setzen sie ihren Weg fort. Während Hogan den Mexikanern beim Kampf gegen die französischen Besatzer lediglich gegen Gold helfen will, ist Sara mit Herz und Seele dabei, um der unterdrückten Bevölkerung zu helfen. Es kommt, wie es kommen muss: die beiden kommen sich näher, was zu einigem Frust bei Hogan führt. Doch erklärtes Ziel ist schließlich nicht der GV, sondern die Erstürmung der französischen Garnison von Chihuahua. Und schließlich stellt sich dann doch heraus, dass Sara eine Braut Christi der etwas anderen Art ist...

Die beiden Hauptdarsteller spielen hier mit viel Spaß, und das Knistern zwischen der pfiffigen Nonne und dem sympathischen Halunken springt über. Dieser Western ist sicher nicht das, was man einen bedeutungsvollen Film nennen sollte, aber er weiss zu unterhalten. Ein schöner Streifen, der Spaß macht und mittlerweile schon so manchen Liter Tee begleitet hat. Obwohl von Don Siegel in Szene gesetzt, erinnert der Film an Sergio Leone-Western. Der Unterschied zu dessen “Dollar”-Flicks besteht denn auch überwiegend darin, dass Eastwood hier erstmals Herz zeigen darf und nicht der knallharte Sack ist, als den ihn das Publikum durch Leone kennen gelernt hat.

Ach ja: ein kleiner Clou ist in meinen Augen der Soundtrack von Ennio Morricone, der den Originaltitel “Two Mules for Sister Sara” recht witzig vertont.

 

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