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Es ist Abend in New York, und wie jedes kleine Kind heutzutage dank „Sex and the City“ weiss, haben die New Yorker dann nur eins im
Kopf: In einem hippen Restaurant aufzuschlagen und sich möglichst im Trend liegend den Bauch vollzuschlagen.
An dieser Stelle kommt das angesagte italienische Restaurant von Buchmacher Louis Cropa (Danny Aiello; „Es war einmal in America“,
„Leon, der Profi“) ins Spiel. Während hier die Gäste ein und aus gehen und teilweise die Kellner(innen) in den Wahnsinn treiben, die Küche unter Hochdruck arbeitet und die angesagteste Restaurantkritikerin der Stadt
sich ein arrogantes Urteil über die trendsettenden Menüs von Chefkoch Udo Cropa (Mike McGlone; „Der Knochenjäger“, „Hardball“) bilden will, während besagter Udo seinen Generationskonflikt mit Vater Louis und seinen
Grabenkampf mit Mitkoch Duncan (Kirk Acevedo; „Boiler Room“, „Band of Brothers“) austrägt, tauchen auf der Galerie die verfeindeten Buchmacher aus Queens auf, die eine Teilhaberschaft am Restaurant erpressen wollen,
und gleichzeitig erscheint auf Einladung des Cropa senior Polizeichef Drury samt Gattin zum Essen. Und dann ist da noch Ken (John Corbett; „My Big Fat Greek Wedding“, „Sex and the City“), der sich den ganzen Abend
an der Bar rumdrückt…
Klingt hecktisch? Ist auch so! So unspektakulär und beiläufig die Idee, einen Film fast ausschließlich in einem Restaurant ablaufen zu
lassen, auch klingen mag, dieser Streifen wird an keiner Stelle langweilig. Momentaufnahmen und mehrere kleine Handlungsstränge greifen ineinander und werden zu einem Geflecht von Geschichten, wie es im richtigen
Leben nicht anders ist. Und doch wird diese Komplexität durch ein überraschendes Ende zufrieden stellend zu einem runden Abschluss gebracht.
„Dinner Rush“ ist ein Film, der kein großes Kino erzählt, aber in seiner Schlichtheit doch etwas Beeindruckendes hat. So wie ein Teller
Spaghetti kein Sternemenü darstellt und trotzdem genau das sein kann, was einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt.
Schöner kleiner Film!
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