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OH MEIN GOTT!!! Hab ich mich weggeschrien bei diesem Streifen!
Vier Jungs von der High School, nämlich Hawk (Edward Furlong, hervorragend in “American History X”), Lex (Giuseppe Andrews - Gruß an Lenchen!! - ebenfalls
“American History X” sowie “Pleasantville” und “Terminator 2”) Trip (James de Bello - mir gänzlich unbekannt bis dato, aber angeblich in “Scary Movie 2” an Bord) und Jeremia “Jam” (Sam Huntington,
der Kleene aus dem eher weniger spektakulären “Aus dem Dschungel in den Dschungel” mit Tim Allen), haben einen Traum: einmal die legendäre Band Kiss live erleben! Mit ihrer eigenen Band Mystery haben sie so ihre
Startschwierigkeiten, da Drummer Jam eine... sagen wir mal etwas sehr kirchlich orientierte Mutter hat. So stürmt sie denn auch die Probe der
Kellerband, nachdem sie in einer ihrer eigenen Plattenhüllen eine Kissscheibe mit der “Satansmusik” auf recht unorthodoxe Art und Weise gefunden hat (Ganz köstliche Eröffnungsszene des Films!).
Es kommt, wie es kommen muss: Ausgerechnet Jams Mum findet in dessen Kleidung die Eintrittskarten zum Kiss-Konzert in Detroit. Sie stürmt die High School, verbrennt vor den Augen ihres Sohnes
die vier Karten und schleift ihn ins christliche Internat. Ein Alptraum für die Jungs! Da kommt es als Geschenk des Himmels, dass Trip spontan in einer Radioshow noch ein paar Tickets und Backstage-Pässe für die
Show gewinnt. Kurz entschlossen ziehen die Jungs los, um Jam aus den Klauen des durchgeknallten Internatsleiters zu erretten und das Konzert zu stürmen. Doch in Detroit fangen die Probleme erst wirklich an...
Der Streifen ist herrlich: die vier Hauptdarsteller sind, trotz meiner mühselig zusammengesuchten Auflistungen oben, alle noch recht frisch und
unverbraucht, so dass man ihnen den durchgeknallten Fan wirklich uneingeschränkt abnimmt. Bei Trip denkt man das ein oder andere mal wohlwollend an Jay und sucht nach Silent Bob, während Hawk sich als
richtiger kleiner Schlamperich und Lex sich als Retter in der Not und Jam sich als kleiner Rebell gegen seine Mummy erweist. Cool.
Die Story ist natürlich völlig abgedreht (okay, man könnte auch locker sagen, an den Haaren herbeigezogen, aber das macht hier echt nix), mit schrägen Einlagen hier und da, die sich
herrlichst in die persönliche Zitatesammlung integrieren lassen (Ich sag nur “Schwing Deine Nudel”!). Zu erwähnen ist, dass Kiss sich nicht nehmen ließen, sich selber zu spielen (Gene Simmons hat den Flick sogar mit
produziert) und Cast und Crew mit den Jungs am Set wohl ne Menge Spaß hatten.
Mir persönlich passt dieser kleine Film sehr gut ins Konzept. Jeder, der irgendwann im zarten Teenie-Alter aufgeregt auf sein erstes Konzert
hingefiebert hat, wird sich hier ein Stück weit wieder finden, und das Streifchen hat diese rotzfreche Atmosphäre, der den heutzutage üblichen Hochglanzteenieliebesschnulzkomödien so akut fehlt.
KULT!
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