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Ich lese höchstens mal ‘nen Comic, wenn wir bei
Lütschi Filmchen gucken und ich da dann mal auf den Pott muss: da liegt dann so ziemlich alles von “Spiderman”, “X-Men”, und “Daredevil” über “The Punisher” und “Lobo” bis hin zu “Batman” oder “Hulk”
als Klolektüre bereit. Trotzdem habe ich, wie man vielleicht an meiner Filmauswahl hier auf der Site bemerkt, richtig was übrig für Comicverfilmungen.
Ich freue mich schon tierisch auf die Fortsetzungen von “X-Men”, und dass ein dritter “Blade” in Arbeit
sein soll, macht mich schon jetzt ganz kribbelig. Entsprechend euphorisch bin ich denn auch ins Kino gezuckelt, als “Daredevil” auf dem Programm stand.
Das Comicfilm-Dreamteam Lütschi/Steffie hat denn auch wieder den kompletten Laden unterhalten: watt’n Spaß!
Kurz zur Handlung:
Ben Affleck ist tagsüber der rechtschaffende Anwalt Matt Murdock, der aufgrund eines tragischen Unfalls in seiner Kindheit vollständig erblindet ist. Weil ein
echter Superheld aber nicht einfach so blind wird, hat der Gute in diesem Fall einen “Radarsinn” entwickelt, der es ihm erlaubt, aufgrund einer Art von Echolot seine Umwelt wahrzunehmen, sobald diese Schallwellen
widerwirft. So gerüstet begibt sich unser behinderter Freund des nachts auf die Jagd nach fiesen Verbrechern, die aufgrund des (zugegebenermaßen beschissenen) amerikanischen Rechtssystems der
Gerechtigkeit durch die Finger gehuscht sind.
Selbstredend darf ein heisses Chick nicht fehlen, und so tritt denn auch Elektra ALIAS Jennifer Garner auf den Plan. Die Dame ist nicht nur
verdammt sportlich drauf und zeigt den Jungs hier mal ordentlich, was man mit regelmäßigem Training alles erreichen kann, sie sieht auch noch saugut
aus. Alle Daumen hoch! Außerdm hat sie den mit Abstand geilsten Satz des Films, als sie dem blinden Matt Murdock ins Ohr säuselt, dass sie sich heute
Abend extra nur für ihn so hübsch gemacht hat (In dem Moment dachte ich, wir müssten für Lütschi den Notarzt rufen: was für eine totengeile Szene!!).
Miss Garner ist denn in der Riege der
vertretenen Darsteller auch diejenige, die die beste Ausstrahlung rüberbringt. Während Collin Farrell als Bullseye noch eine saugute Figur hat und macht, ist der Kingpin a.k.a. Michael Clarke
Duncan, bei dem ich permanent an seinen oskarnominierten John Coffee (The Green Mile) denken musste, und der allein deshalb für mich schon nicht sonderlich funktionierte, eher enttäuschend. Affleck aber wirkt so
richtig desinteressiert und ist schauspielerisch ähnlich mies drauf wie beim grottenschlechten Armageddon. Nur gut, dass “Daredevil” trotz fehlender Spielfreude des Hauptdarstellers und eines echt peinlich wirkenden
Superheldenkostüms dank guter Kampfszenen und diesem gewissen “Es ist superdüster, weil das hier eigentlich ein Comic ist”-Flair à la Batmans Rückkehr prima funktioniert.
Fazit: Popcornkino vom Feinsten, das mir persönlich einen Heidenspaß gemacht hat!!!
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