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Ein weiterer Film über einen Serienkiller. Und dabei auch noch einer, der insgesamt reichlich vorhersehbar ist, wenn ich das mal gleich
vorwegschicken darf. Warum also Zeit damit verschwenden?
Warum auch noch in Begeisterung verfallen, wenn man dann endlich den Director’s Cut in Händen hält? Wegen Jennifer Lopez (in der Rolle der Psychologin Catherine)? Wohl kaum: die beweist
hier im Grunde nur einmal mehr, dass sie zwar sehr dekorativ, aber keineswegs schauspielerisch wertvoll ist. Wegen Vince Vaughn (als FBIler Peter)? Nein, tut mir leid, soooo super ist dessen
Performance hier denn auch nicht, als dass er allein den Flick aus der Mittelmässigkeit erretten würde.
So ist es dann vielmehr die grandiose Idee, die diesem Streifen zu Grunde
liegt, nämlich die, dass J-Lo in die Gedankenwelt des Killers eintauchen muss, um dessen letztes Opfer zu finden, bevor dieses qualvoll ertränkt wird, und die Umsetzung dieser Idee, die mit fabelhaften Bildern gelungen ist. Und es ist Vincent D’Onofrio
(Der ist schon etwa 20 kg schwerer in “Full Metal Jacket”, sowie in “Men in Black” als Alienwirt wider Willen ziemlich beeindruckend gewesen) als psychisch zerstörter Serienmörder
Carl, der hier spielt, als würde er tatsächlich nach Feierabend unschuldige Mädchen zu Tode quälen.
Der Film lebt demnach von seiner imposanten Optik und der Ausstrahlungskraft seines Bösewichts. Nicht unbedingt die schlechteste Art,
von sich Reden zu machen. Okay, machen wir uns nix vor: selbst beim ersten Ansehen wusste ich nach 10 Minuten, wie das Ganze endet, und so scheue ich mich auch nicht, schonmal anzumerken, dass Catherine selbstverständlich den Mokelock
besiegen wird. Aber Maske, Kostüm und Szenenbild sind hier schlichtweg gewaltig, und somit etwas, was man mit viel Abstand, aber mit Genuss, ansehen kann. Und auch beim mehrfachen Gucken findet man hier und da
noch etwas, was einem vorab entgangen war. Schade nur, dass bei “Wiederholungstaten” gewisse Längen denn doch nicht verborgen bleiben können.
Egal, ich hab die DVD mit Freuden gekauft, obwohl ich sie mir eigentlich nicht
leisten konnte. Tarsem Singh als Regisseur war hier zwar nicht sonderlich spannend, aber alle Male spektakulär. Daumen hoch.
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