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Comicnerds contra Kinofreaks.
Eine alte Nummer, die wohl immer wieder mal aktuell werden dürfte, ähnlich wie Trekkies gegen Fivers oder ähnliche Konstellationen.
Ich bin in der glücklichen Situation, dass ich Comics zwar sehr mag, aber nicht viel Erfahrung in diesem Bereich gesammelt habe bisher.
So hielt ich denn auch bisher kein einziges Hellblazer-Heft in Händen, was die Beurteilung des Streifens „Constantine“ denn recht simpel gestaltet: ich guck den Film und sage „Yo, man, der rockt“ oder „Watt’n
Kernschrott“, ohne drüber nachzudenken, ob der Flick den Vorlagen gerecht wird oder nicht. Also lehne ich mich entspannt zurück und gucke:
John Constantine (Keanu Reeves; „Matrix“, „Bill und Ted’s verrückte Reise durch die Zeit“) ist nicht gerade ein
Sonnenscheinchen, Kettenraucher, oh, ach ja, und nebenbei auch hauptberuflicher Exorzist.
Ja, ganz recht, der Gute beschäftigt sich überwiegend mit dem Übersinnlichen, ausgerüstet mit diversen gesegneten Hilfsmitteln (Wer
will noch Feuerzeuge mit sich tragen, wenn man stattdessen bei jeder fragend hochgehaltenen Zigarette elegant mit nem heiligen Flammenwerfer voller Drachenfeuer antworten kann?!) und einer Handvoll Verbündeter. Wo
andere in ein Gotteshaus gehen, um zu beten oder Rat bei den Priestern zu suchen, läuft er dort auf, um sich mit Erzengel Gabriel (Tilda Swinton; „Orlando“, „Vanilla Sky“, „The Beach“, demnächst in „Die Chroniken
von Narnia“) in die Haare zu kriegen.
Da Constantine sich vor Jahren das Leben nahm und so gerade eben noch wiederbelebt wurde, hat er eine recht genaue Vorstellung davon,
was ihm blüht, wenn er den Löffel endgültig abgibt: Selbstmörder landen in der Hölle, und genau dort hat er die zwei Minuten zwischen seinen „beiden Leben“ verbracht. Um seine Seele zu erkaufen, setzt er alles
daran, Gutes zu tun, nicht einsehend, dass gute Taten nicht zählen, wenn man sie aus purem Eigennutz begeht.
Ausgerechnet von ihm erhofft sich die Polizistin Angela (Rachel Weisz; „Die Mumie“, „Die Rückkehr der Mumie“, „About a Boy“) Hilfe bei der Klärung des seltsamen Todes ihrer Zwillingsschwester Isabel…
Als Bösewicht haben wir hier noch als besonderes Schmankerl Gavin Rossdale (Ja, genau, der Frontman von „Bush“) in der Rolle des Dämons
Balthazar, der einfach nur herrlich fies aufspielt. Ausserdem stellt sich Satan in Person von Peter Stormare ein, der in “Chocolat” schon eindrucksvoll war und hier einfach herrlich zu begucken ist. Der Mann
hat Spaß an seiner Rolle, und das kommt in seinen wenigen Szenen bombig rüber.
Man merkt vielleicht schon: mein Ergebnis war recht eindeutig bei diesem Film:
Yo, man, der rockt!
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