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Auf diesen Streifen war ich ja mal so was von gespannt!
Und was war ich pissig, dass es irgendwie mal wieder nicht geklappt hat, den auf der Leinwand zu sehen. Keiner wollte mitgehen, allein
gehe ich nicht gern, also abwarten und Tee trinken.
Nun, jetzt hab ich ihn gesehen.
Oh Mann.
Ich hätte es lassen sollen.
Mal abgesehen davon, dass ein machtgeiler Fanatiker wie der „große“ Alexander mit seinen blutigen Gewalttaten für mich in einer Reihe
steht mit anderen brutalen „Größen“ der Weltgeschichte wie Cäsar, Karl der Große, Richard Löwenherz, Hitler oder Stalin, und der hier erwartungsgemäß als der große tolle Wegbereiter für die Multikulti-Mentalität
verkauft werden soll, geht einem der Film auch ansonsten einfach nur auf den Sack.
Irgendwie sind alle Charaktere hier nix als durchgeknallt. König Philip (erschreckend schlecht: Val Kilmer), der den Grundstein für das
Reich des Sohnemannes legte, ist hier bloß ein versoffener alter Schläger, der seine Frau vergewaltigt, besagte Gattin Olympias (Angelina Jolie, die hier auch mit ihrer heissen Optik nicht mehr viel rausreissen
kann) spielt mit Schlangen rum, während sie eine beinahe inzestuöse Beziehung zu ihrem Muttersöhnchen unterhält, und besagter Sohnemann wird von Colin Farrell so stümperhaft gespielt, dass der nie wieder eine Rolle
bekommen dürfte. Schrecklich!
Als sei das nicht genug, mutet uns Regisseur Oliver Stone noch eine völlig verklemmt rübergebrachte Homoerotik zu, die den damaligen
Gepflogenheiten der Griechen sicherlich nicht gerecht wird und auch keinerlei Verständnis dieser Gebräuche der griechischen Antike zeigt.
Und dann ist da noch diese furchtbar misslungene Filmmusik von Vangelis, der anscheinend noch mal so einen Knüller wie damals bei „1492
– Eroberung des Paradieses“ hinlegen wollte und kläglich versagt hat. Himmel, nervt das Gedudel!
Und muss ich diese bescheuerte Spielerei mit den Farben erwähnen, die Stone in Alexanders letzter Schlacht einstreut? Muss ich das?
Okay, dann sag ich mal: So ungefähr stelle ich mir nen schlechten LSD-Trip vor.
Furchtbar.
Es ist schade um jeden Meter Film, der hier verbraten wurde, und dass Sir Anthony Hopkins hier freiwillig mitgewirkt hat, nehme ich dem
persönlich übel.
Ich habe fertig…
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